Virushepatitis A (Hepatitis A)

Bei der Hepatitis A (Synonyme: Epidemische Gelbsucht; HA-Virus-Infektion; HAV; Hepatitis A (Hepatitis epidemica); Hepatitis epidemica; Virushepatitis A; infektiöse Hepatitis A; Akute Virushepatitis A) handelt es sich um eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis A-Virus übertragen wird. Das Hepatitis A-Virus gilt als häufigster Auslöser für eine akute Hepatitis in Deutschland.

Das Virus ist weltweit verbreitet. In den Entwicklungsländern machen fast alle Menschen aufgrund der schlechten hygienischen Bedingungen schon in der Kindheit eine Hepatitis A durch. In Deutschland kommt die Hepatitis A seltener vor. 50 % der Fälle gehen auf Infektionen während einer Reise in Hochprävalenzländer zurück.

Das Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Übertragung des Erregers erfolgt fäkal-oral, durch kontaminierte Lebensmittel, durch verunreinigtes Trinkwasser oder aber durch direkten Kontakt. Wurde die Erkrankung einmal durchgemacht, so besteht meist eine lebenslange Resistenz gegen das Virus. Die Hepatitis A zeigt einen saisonalen Verlauf mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen September und November.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten von Krankheitssymptomen) beträgt meist 15 bis 50 Tage.Die Schwere der Erkrankung hängt vor allem von der Immunantwort des Körpers ab. Die Erkrankung heilt immer folgenlos aus.

Folgende Symptome und Beschwerden können jedoch auf eine Hepatitis A hinweisen:

  • Bauchschmerzen
  • Nausea (Übelkeit)
  • Erbrechen
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Appetitlosigkeit
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • TemperaturerhöhungIkterus
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen
  • Hepatomegalie (Lebervergrößerung)
  • Hepatosplenomegalie – Vergrößerung der Leber und der Milz
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Exantheme (Hautrötungen)

Die Symptome klingen nach wenigen Wochen wieder ab. Bei einigen Fällen kann die Erkrankung prolongiert (verlängert) auftreten, heilt aber auch dabei folgenlos aus.

Die Erkrankung ist meldepflichtig.

Die Meldung hat bei Krankheitsverdacht, Erkrankung sowie Tod namentlich zu erfolgen.

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten, da eine Infektion häufig zur Verschlechterung der vorliegenden Erkrankung führen kann:

  • Grippe-Impfung
  • Hepatitis B

Beachten Sie immer die allgemeinen Hygienemaßnahmen!

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